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Wassenach

 

Einwohnerzahl, Stand 31.07.2009

1.140

Größe des Gemeindegebiets

615 ha

Wassenach hatte bereits vor mehr als 150 Jahren einen guten Ruf als Fremdenverkehrsort, ein Ansehen, das sich die Gemeinde bis heute bewahrt hat. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Nähe zum Laacher See mit seinem Naturschutzgebiet und zu der unmittelbar benachbarten Vulkanlandschaft. Die auch klimatisch ideale Lage des Ortes, inmitten grüner Fluren und Wälder, der dank einer Umgehungsstraße vom Verkehrslärm weitgehend verschont bleibt, wurde schon frühzeitig erkannt und animierte zu privaten wie öffentlichen Investitionen, die dem Wohnwert des Ortes zugute kamen und diesen für den Fremdenverkehr aufwerteten. Eigeninitiativen der Wassenacher Bürger und der für die Gemeinde Verantwortlichen haben dazu geführt, dass die Ortschaft bei dem Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden" hervorragende Plätze belegen konnte. Die weit und breit geschätzte Gastronomie, aber auch ein reges Vereinsleben und der Gemeinschaftssinn der Bevölkerung haben zu diesem positiven Erscheinungsbild Wassenachs beigetragen. Für die vielfältigen Veranstaltungen der örtlichen Vereine bietet die kürzlich neu errichtete Klieburghalle beste Voraussetzungen; So werden jedes Jahr im Herbst Theateraufführungen von begeisterten Laienschauspielern bestritten. Zu der gut ausgebauten Infrastruktur tragen auch die Grundschule und der Kindergarten bei. Daneben haben sich im Gewerbegebiet abseits des Ortskerns einige Betriebe angesiedelt, die früher überwiegend im Dorf ihren Standort hatten. So ergibt sich heute ein harmonisches Nebeneinander von erholsamen Wohnen und der Betriebsamkeit der vorwiegend handwerklich orientierten Kleinunternehmen. Die herausragende Sehenswürdigkeit des Ortes ist sicherlich das 1772 errichtete Burghaus, in dem heute eine der größten Sammlungen historischer Tasteninstrumente in Deutschland beheimatet ist. Die dort regelmäßig stattfindenden Vorführungen und Konzerte werden von Kennern und Liebhabern aus Nah und Fern geschätzt.

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Anfahrt nach Wassenach

WEB.DE Routenplanung:
Ihr Weg nach Wassenach am Laacher See (D)

Ort:

Stadtteil:

Wassenach liegt ca. 50 km südlich von Bonn. Anfahrt erfolgt am besten über die A 61,  Ausfahrt Mendig oder Wehr. Von den Autobahnabfahrten sind es jeweils noch ca. 5 km bis nach Wassenach. 

Ansicht Kreis Ahrweiler; zur vergrößerten Ansicht hier klicken

Die nächstgelegenen Bahnstationen sind Brohl und Andernach. Von dort besteht eine Linienbusverbindung (ca. 10 km) nach Wassenach.


Entfernungen ab Wassenach: 

Laacher See

1 km

Maria Laach mit Abtei und Basilika

4 km

Bad Tönisstein 

3 km

Andernach am Rhein mit vielen Sehenswürdigkeiten

12 km

Bad Breisig, Kurstadt mit Thermal- und Heilbädern

15 km

Eifel mit Rennstrecke Nürburgring 

30 km

 

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Geschichte von Wassenach

Wassenach liegt in der östlichen Vulkaneifel in einer Höhe von 254 – 348 m über dem Meeresspiegel am nördlichen Rand des Naturschutzgebietes Laacher See.

Der Ortsname "Wassenach" hat seinen Ursprung aus der keltisch – römischen Zeit. Im Jahre 1139 wurde Wassenach erstmals in einer Bestätigungsbulle des Papstes Innocentius II. für die zu dieser Zeit bereits bestehende Abtei Maria-Laach erwähnt. Die Urkunde wurde für Giselbert, den Abt des Klosters Laach, von Papst Innocentius II., ausgestellt. Auf Beschluß des Papstes sollten alle Besitzungen und Güter der Abtei Laach, die diese zu dem Zeitpunkt und in Zukunft rechtmäßig durch Kauf, Überlassung, Übertragung etc. besaß oder erlangte, für alle Zeiten ungeschmälert in ihrem Besitz erhalten bleiben. Im folgenden werden verschiedene Besitzungen des Klosters aufgezählt, u. a. ein Hof in Wassenach, der dem Kloster vom Vasallen (Getreuen) Embriconis geschenkt worden war. Der Orginialtext lautet: "Mansum in Wassenaco ex dono Embriconis militis." Bestätigt wurde eine Wassenacher Besitzung von ca. 30 Morgen, die ein Ritter namens Embrico zuvor der Abtei als Schenkung überlassen hatte. Die Urkunde wurde im Lateran von der Hand des Kardinaldiakons und Kanzlers der heiligen römischen Kirche, Aimericus, ausgefertigt.

Auch andere Urkundenbücher führen den Namen Wassenach an. So steht z.B. der Name Rudolphus de Wazenache unter einer Urkunde des Abtes Wilhelm von St. Martin zu Köln aus dem Jahre 1140 und ein gewisser Theodoricus de Wassenacho erscheint in einer Urkunde vom Jahre 1149 (Joh. F. Schamat – Bärsch, Eiflia Illustrata oder geographische und historische Beschreibung der Eifel III, Köln, Aachen und Leipzig 1824 – 1855). 1230 bezeugt ein Dymarus de Wazenache durch Unterschrift den Vergleich zwischen Heinrich Graf von Sayn und der Pfarrgenossen von Thür.

Nach Angaben aus der Schulchronik, der Ortschronik, dem Pfarrarchiv und der Geschichte der Dekanate Mayen und Burgbrohl geht das Verzeichnis der Geistlichen bis auf das Jahr 1338 zurück.

Pfarrer Dr. Josef Zilliken von 1938 – 1942 Gemeindepfarrer in Wassenach war durch seine Predigten gegen die nationalsozialistische Weltanschauung sehr gefährdet. Wegen provozierenden Handelns (Nicht - Grüßen) gegenüber Feldmarschall Hermann Göring wurde er verhaftet und starb am 3. Oktober 1942 im Konzentrationslager Dachau.

Am 16. April 2000 wurde ein Sohn der Gemeinde Wassenach Dr. Felix Genn vom Papst Johannes Paul II. zum neuen Weihbischof in Trier ernannt. Am 4. April 2003 wurde er als Nachfolger von Hubert Luthe zum neuen Ruhrbischof in Essen berufen.

Bedingt durch die ausgedehnten Wälder ist die Luft klar und rein (Reizklima) und für den Erholungswert des Ortes von besonderer Wichtigkeit. Der Eifelverein hebt den Ort schon in seinem vor 1900 erschienenen Eifelführer als einen dem Fremdenverkehr aufgeschlossenen Ort am Laacher See hervor. Seit dem 11. Oktober 1976 ist Wassenach staatlich anerkannter Erholungsort und dank seiner ruhigen Lage ein idealer Ausgangspunkt für Ausflüge in die nähere und weitere Umgebung.

Bis ins 19. Jahrhundert wurde in Wassenach noch Wein angebaut. Wegen Klimaverschlechterung und ansteigender Konkurrenz an Rhein, Ahr und Mosel ging man jedoch immer mehr zum Kartoffelanbau über; auch der Obstanbau nahm verstärkt zu.

Zu den besonderen Baudenkmälern in Wassenach gehören

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 letzte Änderung: 2.12.2010